Das System der leitenden Beschichtung wird v.a. dann empfohlen, wenn aus statischen Gründen eine Gewichtszunahme des Bauwerks nicht möglich ist und der Beton eine nur geringe Beschädigung aufweist.
Für die optimale Ausführung und Dauerhaftigkeit eines kathodischen Korrosionsschutzes mit leitfähiger Beschichtung ist die richtige Vorbereitung des Untergrundes wesentlich. Er muss sauber, trocken und von losem Beton befreit sein.

- Abb. 1: Aufbau des Anodensystems leitende Beschichtung

- Abb. 2: Aufbringen leitende Beschichtung
Der Kontakt für den Stromfluss erfolgt über einen Kupfer- und Titandraht bzw. in der Beschichtung eingelegte Bänder. Man spricht hier von einer sogenannten Primäranode. Die leitende Beschichtung wird in einer Stärke von ca. 0,5 – 10 mm auf die Betonoberfläche aufgebracht und kann einen maximalen Schutzstrom von ca. 20mA/m² Betonoberfläche abdecken.
Die Lebensdauer dieses Systems liegt nach bisherigen Erfahrungen bei ca. 20 Jahren.