Kathodischer Korrosionsschutz

 
 
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 Normalerweise ist der Bewehrungsstahl im alkalischen Beton durch eine sehr dünne Passivschicht vor Korrosion geschützt. Durch das Eindringen von Chloriden und Karbonatisierung kommt es jedoch zu einer lokalen Zerstörung dieser schützenden Schicht und in weiterer Folge zu Korrosion (Abb. 1).

 

Abb. 1: Korrosion durch Lokalelementbildung
Abb. 2: Prinzip Kathodischer Korrosionsschutz

 

Das Prinzip des Kathodischen Korrosionsschutzes beruht darauf, dass die anodische Teilreaktion, d.h. die Metallauflösung, durch einen entgegengesetzt gerichteten Gleichstrom gestoppt wird. Dazu wird ein Anodensystem an der Betonoberfläche appliziert und die freigelegte Bewehrung an den Minuspol und die Anode an den Pluspol eines als Stromquelle dienenden Gleichrichters angeschlossen (siehe Abb. 2). Nach Einschalten des Gleichrichters wird ein der anodischen Metallauflösung entgegengesetzter Stromfluss erzeugt, der ein weiteres korrodieren des Bewehrungsstahles verhindert. Der Korrosionsprozess ist gestoppt.

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